Erfolg: Tödlicher Zaun wird entschärft!

9. Feb 2022

ASP-Schutzzaun im Nationalpark tödliche Gefahr für andere Tiere – Wir beantragen erfolgreiche Sondersitzung, die Lösung voranbringt

In Polen wütet seit Jahren die Afrikanische Schweinepest. Um deren Ausbreitung durch Wildschweine zu stoppen, errichtete die Landesregierung – wenn auch reichlich spät – entlang der Grenze einen Schutzzaun. Dieser erstreckt sich größtenteils entlang der Oder, auch im Nationalpark Unteres Odertal. Im ersten Winter-Hochwasser erweist sich dieser Zaun jedoch für andere Tiere – insbesondere Rehe – als tödliche Gefahr.

Zwar hatten die Planer tierspezifische Durchlässe eingeplant. Immerhin können Rehe erheblich höher springen als Wildschweine. Doch aus Schlamm oder gar einer überfluteten Fläche heraus kann auch das kräftigste Reh nicht springen. Und so stranden sie vor dem Zaun. Dutzende Rehe verendeten so auf ihren typischen Wanderungen.

Die Abgeordnete Christine Wernicke (BVB / FREIE WÄHLER Fraktion) hat daher gemeinsam mit Vertretern der Linken eine Sondersitzung des zuständigen Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz einberufen. Zwar wurden unsere gemeinsamen Vorschläge wie leider üblich von den Vertretern der Regierungskoalition (SPD/CDU/Grüne) abgelehnt. Doch immerhin konnten sie sich dem Thema nicht verschließen und reichten einen Antrag faktisch gleichen Inhalts ein. Im Ausschuss wurde beschlossen, den Zaun auf höher gelegenes, auch bei Hochwasser trockenes Gebiet zu verlagern. Damit haben wir unser Ziel erreicht: Das Land entschärft den tödlichen Zaun, ohne den Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest zu gefährden!

Antrag auf Sondersitzung des Ausschusses für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz

Presseecho:
Todesfalle Schweinepestzaun – wie die Rehe im Nationalpark Unteres Odertal gerettet werden sollen – MOZ 07.02.2022
Todesfalle im Odertal soll entschärft werden – SVZ 07.02.2022

 

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