Koalition übernimmt BVB / FREIE WÄHLER-Antrag auf erweiterten Schutz von Greifvogelhorsten

Auffällig oft werden seit 2013, von Menschenhand verursacht, mutwillig die Horste von Greifvögeln in der Nähe von uckermärkischen Windanlagengebieten zerstört.

BVB / FREIE WÄHLER beantragte deshalb eine Verbesserung der Schutzmaßnahmen für Horste bedrohter Greifvogelarten in der Nähe von geplanten und vorhandenen Windeignungsgebieten. Einen entsprechenden Änderungsantrag zum Haushalt 2022 übernahm nun die Koalition, und die Landesregierung erklärte in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses, die Forderung von BVB / FREIE WÄHLER umzusetzen.

Mit mehr als 190 Paaren leben in Brandenburg knapp ein Drittel der Seeadler Deutschlands. Zudem fühlen sich rund 20 Prozent der deutschen Schreiadler und sogar mehr als die Hälfte des deutschen Fischadlerbestandes bei uns heimisch. Doch offenbar ist nicht jeder erfreut über die Anwesenheit der „Könige der Lüfte“. Seit 8 Jahren steigt die Zahl der dokumentierten Fälle von Horstzerstörungen besonders in der Uckermark kontinuierlich an. Auffällig oft erfolgt der Großteil der zerstörten Nistplätze im direkten Umfeld und im zeitlichen Zusammenhang mit ausgewiesenen und geplanten Windeignungsgebieten. So sind Anträge für den Neubau von Windkraftanlagen im Umkreis von drei Kilometern um die Horste bedrohter Greifvogelarten wie See-, Fisch- und Schreiadler nicht genehmigungsfähig. Ein Zusammenhang ist denk- und erkennbar. BVB / FREIE WÄHLER liegt der Schutz dieser Tiere besonders am Herzen. Darum wurde die Landesregierung bereits im Frühjahr 2021 von uns aufgefordert, Nistplätze der drei Adlerarten auch gesetzlich besser zu schützen.

Mit unserem Haushaltsantrag auf eine „Rund-um-die-Uhr-Videoüberwachung“ der Horste von Fisch-, See- und Schreiadler in bzw. in unmittelbarer Umgebung von Windeignungsgebieten konnten wir nun einen nicht unerheblichen Erfolg für die nachhaltige Bewahrung der Adlerbestände verzeichnen. In Zukunft werden 150 Überwachungskameras für die Sicherheit der Tiere und ihres Nachwuchses sorgen. Ein erster Schritt in eine gesicherte Zukunft für Brandenburgs große Greifvögel.