Regierungskoalition benennt Probleme der Studierenden, aber bietet keine Lösungen – BVB/FW – Fraktion schlägt temporäre finanzielle Unterstützung vor

Die Corona-Pandemie hat die Hochschullandschaft und die gesamte Wissenschaft und Forschung in zahlreichen Aspekten verändert. War das Studentenleben vor Corona von zahlreichen sozialen Kontakten und einer gewohnten Lernatmosphäre geprägt. Heute ist Lernen im Online – Seminar vor dem Laptop angesagt. Dies hat große Auswirkungen auf die Studenten.

Matthias Stefke, Landtagsabgeordneter von BVB / FREIE WÄHLER dazu: „Das Studium ist nicht mehr nach den ‚normalen Rahmenbedingungen‘ planbar, da sich Prüfungen verschieben, ausfallen oder online stattfinden. Dazu kommt die Sorge vieler Studenten, dass sie ausgefallene Prüfungen in einem geballten Zeitraum wiederholen müssen, um in der Regelstudienzeit zu bleiben. Zu begrüßen sind daher die regelmäßige Verlängerung der Regelstudienzeit sowie die Anpassung der finanziellen Unterstützung der Studenten wie beispielsweise beim Bafög.“

Dennoch bleiben die Auswirkungen hinsichtlich des Wegfalls der sozialen Kontakte eklatant. Besonders für die „Erstis“ sind die fehlende Integration an der Hochschule oder Universität und die oftmals hilfreiche, aber in diesen Zeiten fehlende „helfende Hand“ zur Orientierung innerhalb der Hochschul- oder Universitätswelt ein Problem. Zu all dem kamen wegen des Lockdowns für Branchen, in denen sich vor allem Studierende ihren Lebensunterhalt verdienen konnten, noch finanzielle Nöte und Sorgen dazu.

Wie kann man Studierenden helfen? – Lösungen anbieten

Eine Aktuelle Stunde sollte nach unserem Verständnis Probleme nicht nur beschreiben, sondern auch Lösungsansätze aufzeigen. Im April 2020 hatte beispielsweise das für Wissenschaft und Forschung zuständige Ministerium in Brandenburg ein 25-Millionen-Euro-Soforthilfeprogramm für Studierende angekündigt. Umgesetzt wurde dies jedoch nicht, da auf die Zuständigkeit des Bundes verwiesen wurde. Übrig blieb ein „Härtefallfonds“ über 500.000 Euro – 2% dessen, was angekündigt war. Maximale Zahlung: Einmalig 300 Euro – das soll für inzwischen 3 Corona-Semester reichen…

Nach Auffassung von Stefke sollte die zuständige Ministerin Dr. Schüle sich überlegen, ob sie die 25 Millionen Euro nicht doch noch den Studierenden für ihr Studium bereitstellt. Dass die Zuständigkeit für Studierendenhilfe beim Bund liegt mag so sein. Es gilt aber natürlich für „normale“ Zeiten, und von denen sind wir auch heute noch weit entfernt – die Studierenden erst Recht.

Sehen Sie hier die Rede von Matthias Stefke zur Aktuellen Stunde: