Trotz Platznot sollen neue Landesbehörden in Potsdam entstehen – die Lausitz wartet derweil weiter auf die versprochenen Arbeitsplätze

Es ist schon irgendwie widersinnig. Die Lausitz wartet seit Jahren auf die vom Land im Zuge der Strukturentwicklung zugesagten Ansiedlungen von Landesbehörden. Laut Koalitionsvertrag sollten mindestens 250 zusätzliche Arbeitsplätze im Landesdienst nach Cottbus umziehen. Getan hat die Landesregierung davon bislang jedoch nichts.

Gleichzeitig jammern die Ministerien und nachgeordneten Landesbehörden über Platznot in der Landeshauptstadt Potsdam. Ebenso benötigt die Stadt mehr Platz für neue Wohnungen. Doch nun sollen auf Beschluss der Landesregierung (SPD / CDU / Grüne) umfangreiche Neubauten und Erweiterungen von Behörden innerhalb von Potsdam erfolgen. So zumindest sieht es das neue Standortkonzept der rot-schwarz-grünen Landesregierung vor, welches nun beschlossen wurde.

Ein bereits am 29.01.2021 von der Landesregierung vorgestellter Bericht macht deutlich, dass an 2 Standorten allein in Cottbus insgesamt 555 Arbeitsplätze errichtet werden könnten. Im Bericht war jedoch von Seiten der Landesbehörden keinerlei Wille erkennbar, in die Lausitz zu ziehen. Von daher bleibt es bei Lippenbekenntnissen der Landesregierung.

Als Fraktion BVB / FREIE WÄHLER fordern wir die Landesregierung auf, ihren Versprechungen an die Lausitz aus dem Koalitionsvertrag nun auch Taten folgen zu lassen. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein. Würde man sich in Cottbus ansiedeln, könnte man zugleich Potsdam entlasten und Cottbus helfen. Wir bleiben im Landtag dran und werden weiter dafür kämpfen, dass die versprochenen Arbeitsplätze auch tatsächlich in die Lausitz kommen!