Im Zuge der Plenarsitzung im April reichte unsere Fraktion den Antrag „Erweiterten Schutz von Greifvögeln sicherstellen – Niststättenerlass ändern“ (Drucksache 7/3402) ein. In ihrer Rede stellte unsere Landtagsabgeordnete Christine Wernicke dar, dass wirtschaftliche Interessen Einzelner nicht stärker berücksichtigt werden dürften als der Schutz heimischer Vogelarten.

In den letzten Jahren kam es verstärkt zur mutwilligen Zerstörung von Horsten geschützter Großvögel. Oftmals geschah dies im Zusammenhang mit der Ausweisung von Flächen für Windenergieanlagen. Aus diesem Grund war eine unserer Forderungen, dass an der Stelle eines zerstörten Horstes ein Ersatzhorst aufzustellen ist, denn die Fortpflanzungs- und Ruhestätten unserer heimischen Vogelarten müssen besonders geschützt werden. Daher setzen wir uns weiterhin für eine Verschärfung der Bestimmungen des Niststättenerlasses ein, damit die Sperrfristen für die Errichtung von Windenergieanlagen auf 10 Jahre verlängert werden und nicht nur 5 Jahre betragen.

Auch die Mitglieder der Regierungskoalition machten in ihren Redebeiträgen deutlich, dass die Vogelpopulation in Brandenburg kontinuierlich abnehmen würde. Allerdings machten sie hier vor allem Umwelteinflüsse wie Pestizide, Zugverluste und die Stromleitungen dafür verantwortlich. Dass große Greifvögel jedoch Opfer des Autoverkehrs sind, wie uns Herr Roick (SPD) weiß machen wollte, ist eher ungewöhnlich und unwahrscheinlich. All diese Gründe zeigen umso mehr auf, dass es umso angebrachter und notwendiger gewesen wäre, unseren Antrag anzunehmen. Lippenbekenntnisse wie die weitere Aussprache dazu im Ausschuss, nur um unserem Antrag nicht zustimmen zu müssen, sind zum Wohle und Schutz der Greifvögel nicht ausreichend.

Sehen Sie hier die einleitende Rede von Christine Wernicke:

 

Den abschließenden Redebeitrag sehen Sie hier: