Kleine Anfrage von Christine Wernicke: Trotz Priorität vorerst kein Tempo 160 auf der Bahnstrecke Berlin-Angermünde-Prenzlau-Stralsund 

Mit einer Kleinen Anfrage erkundigte sich die Landtagsabgeordnete Christine Wernicke (BVB / FREIE WÄHLER) nach einem Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Stralsund. Antwort der Landesregierung: Zwar steht die Strecke auf der Prioritätenliste, doch noch immer ist kein Ausbau auf durchgehend Tempo 160 km/h geplant. Es fehle der Bundesregierung wohl am Geld, so die Presse.

Das verhindert auch weiterhin, dass der ICE auf der Strecke seine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h auch nur ansatzweise erreichen kann. Das trifft nicht nur die Berliner, die auch in Zukunft schneller mit dem Flugzeug an der Adria oder auf Mallorca sind als per Bahn auf Rügen. Die Apelle, doch bitte per Zug in den Urlaub zu fahren, dürften da oft auf taube Ohren stoßen, was auch dem Tourismus in der Uckermark und an der Ostsee schadet.

Doch der weiter verschleppte Ausbau trifft vor allem die zahlreichen Brandenburger Pendler zwischen Bernau und Prenzlau. Diese werden weiterhin jede Woche unnötige Stunden im Zug verbringen müssen. Denn auch beim viel genutzten Regionalexpress RE3 könnten die Züge 200 km/h erreichen – wenn Gleise und dazugehörige Technik es denn endlich zuließen …

Antwort der Landesregierung auf Kleine Anfrage von Christine Wernicke (BVB / FREIE WÄHLER) „Streckenertüchtigung Berlin – Angermünde – Stralsund“

Presseecho: 
„Bahnlinie Berlin-Stralsund: Tempo 160 wird es so schnell nicht geben“ – Nordkurier, 13.04.2021