Aktuelle Stunde zur Grünen Woche: Wie lässt sich die aktuelle Mehrfach-Krise der Landwirtschaft bewältigen?

Die internationale Grüne Woche fand dieses Jahr aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 lediglich digital statt. Die Landwirte erleben wegen der Pandemie gravierende Auswirkungen. Daher wurde im Landtag Brandenburg im Rahmen einer „Aktuellen Stunde“ diskutiert, wo die Landwirtschaft im Land Brandenburg steht und welche Chancen sich aus der derzeitigen Lage ableiten lassen.

Bündnis 90/Die Grünen resümiert, dass „trotz der insgesamt schwierigen Umstände, […] die Nachfrage nach regionalen landwirtschaftlichen Produkten bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern erneut gestiegen ist, sodass das Angebot bei vielen Produkten nicht ausreicht“. Kurzum: Folgt unserer Ideologie und alles wird gut. Die Anfang 2021 tatsächlich bestehenden massiven Probleme blenden sie aus.

Christine Wernicke (BVB / FREIE WÄHLER) sprach hingegen genau diese an. „Die Corona-Pandemie ist keine Chance, sondern droht, ein weiterer Sargnagel für die Brandenburger Landwirtschaft zu werden. Das Zusammentreffen der Afrikanischen Schweinepest, der Geflügelgrippe, der zunehmenden Dürre sowie der Auswirkungen der Pandemie werden für erhebliche Verluste sorgen“, so Christine Wernicke im Rahmen der Debatte.

Regionalität, Tierwohl, Artenschutz sowie gezielte Düngung sind im Sinne des Klimaschutzes und im Interesse aller Landwirte. Dafür steht auch BVB / FREIE WÄHLER. Die Politik muss dafür sorgen, dass ein langfristiger Rahmenplan zur Ausrichtung der Brandenburger Landwirtschaft vorhanden ist. Immer neue Auflagen können keine langfristige Lösung sein.

Die Pläne der Grünen sind Träume von Städtern. Beobachtet man die aktuelle Lage der Landwirte, so kann man den Plakaten auf den Bauerndemos zur grünen Landwirtschaftspolitik nur Recht geben:

„Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie düngen nicht – und wissen es trotzdem besser.“

„Es muss sich etwas ändern. Wir haben in der Politik die Verantwortung, dass der Beruf der Landwirte geachtet und ihre Arbeit geschätzt wird“, so Wernicke.