Die Landtagsfraktion BVB / FREIE WÄHLER beantragt zur kommenden Sitzung des Brandenburger Landtages die Auszahlung einer Corona-Prämie für das Personal im nichtärztlichen Rettungsdienst. Diese soll u. a.  Notfallsanitätern, Rettungsassistenten, Rettungssanitätern, Rettungshelfern und nichtärztlichem Personal im Rettungsdienst zugutekommen.

Vorgesehen ist, dass Beschäftigte mit einer regelmäßigen Arbeitszeit von bis zu 25 Stunden 300 Euro erhalten. Beschäftigte, die über diesen Stundensatz hinausgehen, bekommen 500 Euro. Die Zahlung soll im ersten Quartal 2021 erfolgen.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind Mitarbeiter in Rettungsdiensten einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt. Darüber hinaus birgt ihre Arbeit das Risiko, sich durch den engen menschlichen Kontakt selber zu infizieren. Es besteht weiterhin die Gefahr, dass sie das familiäre Umfeld gefährden, das zu einer zusätzlichen psychischen Belastung führen kann.

Aufgrund des Krankenhauszukunftsgesetzes wird bisher lediglich Pflegekräften in Krankenhäusern ein Bonus von bis zu 1.000 Euro gezahlt. Diese sind durch die Versorgung von Covid-19-Patienten besonders stark belastet.

In den Ländern Berlin und Bayern wurden des Weiteren zusätzliche Corona-Prämien beschlossen, die auch den Rettungsdienst umfassen. Denn genau wie Pflegekräfte in der Altenpflege und den Krankenhäusern leisten Angestellte in Rettungsdiensten einen erheblichen und wertvollen Beitrag zur Pandemiebewältigung. Es ist zu berücksichtigen, dass die körperliche Anstrengung im Alltag bereits sehr groß ist und es aus diesem Grund absolut angemessen ist, den Einsatz anzuerkennen und mit einer einmaligen Corona-Prämie finanziell zu kompensieren. Der Antrag sieht ausdrücklich vor, dass keine Verrechnung mit anderen, etwa tarifvertraglich vorgesehenen Sonderzahlungen erfolgt.

BVB / FREIE WÄHLER beantragt daher in der nächsten Landtagssitzung, dass Brandenburg sich an den Bundesländern orientiert, die eine Corona-Prämie auch für den Rettungsdienst beschlossen haben. So kann jetzt in der Bekämpfung der zweiten Welle ein würdigendes Zeichen gesetzt werden.