Es scheint, die Landtagskoalition und die Landesregierung haben beim BER den Grad der resignativen Reife erreicht. Trotz der bereits bestehenden Krise in der Luftfahrtindustrie aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Reisebeschränkungen sprach sie sich gegen unseren Antrag für ein Moratorium zum BER-Masterplan 2040 aus.

Denn eigentlich sollte man unter den aktuellen Umständen den Kapazitätsbedarf auf den Prüfstand stellen. Es unwahrscheinlich, dass wir in der nächsten Zeit einen Anstieg der Passagierzahlen wie vor der Corona-Krise erwarten können. Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, dass es vorab zu einer wirtschaftlichen Betrachtung kommt. Denn schließlich wird hier mit dem Steuergeld der Bürger gearbeitet, wie unser Abgeordneter Matthias Stefke in seiner einführenden Rede betonte. Die Konsequenz der aktuellen finanziellen Schieflage des FBB kann nicht sein, dass die Landesregierung immer mehr Geld in das Projekt verwendet. Stattdessen muss es zwingend zu einer Prüfung der Wirtschaftlichkeit kommen.

Denn eine abzusehende Konsequenz der Corona-Pandemie wird es sein, dass die Bürger es sich genauer überlegen werden, ob sie für ein Gespräch wirklich quer durch Europa oder die Welt reisen – oder nicht eher, wie nun oft erfolgt, zum Telefon greifen oder auf die Videokonferenz ausweichen. Hier ist nicht nur die Sorge um die Gesundheit ein Aspekt, sondern auch der Nachhaltigkeitsgedanke und die Zeitersparnis, die hier in den Vordergrund rücken.

Daher ist es unter Beachtung all der Aspekte fraglich, ob es aktuell des Masterplans 2040 bedarf.

Kommentar Matthias Stefke:

Einführende Rede Matthias Stefke (BVB / FREIE WÄHLER)
Abschließende Rede Matthias Stefke (BVB / FREIE WÄHLER)