BVB / FREIE WÄHLER kritisiert das weitere Festhalten von Bürgermeister Schilling an der Auslegung des Bebauungsplans „Windpark Milow“. Während die Einwohner von Uckerland derzeit angehalten sind, Kontakte und Bewegungen auf das zwingend notwendige Maß zu begrenzen, wird diese für den Ort wichtige und unter Umweltschutzgesichtspunkten schädliche Offenlage weiter vorangetrieben.

Es liegt auf der Hand, dass tiefgründige Einwendungen derzeit kaum möglich sind. Der Einwand des Bürgermeisters, dass die Unterlagen ja online abrufbar seien, verkennt zwei wesentliche Dinge. Zum einen haben nicht alle Bürger die technischen Möglichkeiten, sich die Pläne online anzuschauen. Zum anderen handelt es sich um eine hochkomplexe Dokumentation mit überdimensionierten Karten, die man zu einer sachkundigen Bearbeitung ausdrucken müsste. All diese Optionen bestehen derzeit nicht. Auch eine Terminvereinbarung im Verwaltungsgebäude ist angesichts gesundheitlicher Bedenken lebensfremd.

Der Uckerländer Hauptverwaltungsbeamte sollte einfach dem Weg anderer Kommunen Brandenburgs folgen und laufende Auslegungen verschieben. Die Menschen haben derzeit wahrlich andere Prioritäten. Dennoch ist die Angelegenheit wichtig und darf nicht im Schatten von Corona – auf die mangelnde Beteiligungsmöglichkeit der Bürger setzend – durchgewunken werden. Die Belastung der Uckermark mit ökologisch und ökonomisch schädlichen Windkraftanlagen muss ein Ende finden.

Sollte es kein bürgerfreundliches Einlenken geben und Schilling im Verbund mit der SPD die Realisierung von Windparks weiter vorantreiben, wird die BVB / FREIE WÄHLER Landtagsfraktion mit entsprechenden Anträgen im Potsdamer Parlament dagegen vorgehen.

Presseecho:

Verschiebung bei Windpark in Uckerland gefordert – Nordkurier, 10.04.2020